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Jubiläum: 15 Jahre Diabetiker SHG Gleisdorf

Dieses Jubiläum fand unter dem Motto „Gemeinsam statt einsam“ im Hotel zum Braunen Hirschen statt.

Bilder © ÖDV Gleisdorf
 

 

Pharmafirmen präsentierten die neuesten Blutzuckermessgeräte und Pumpen. Somit hatten DiabetikerInnen die Möglichkeit, sich über die Neuigkeiten im Diabetesbereich zu informieren.

Der 2. Bundesvorsitzende, Herr Helmut Thiebet mit Gattin Lilli, unsere Landesleiterin Fr. Elfriede Dörfler mit Gatten Wolfgang, sowie Bürgermeister Christoph Stark sind der Einladung gefolgt.

Bürgermeister Christoph Stark eröffnete den Festakt und schrieb folgende Worte in sein öffentliches Tagebuch:   

Vor 15 Jahren hat Theresia Rechberger die Diabetiker Selbsthilfegruppe in Gleisdorf ins Leben gerufen. Seither haben sich in 139 Veranstaltungen betroffene Menschen über diese Krankheit im Wege von Fachvorträgen informieren können, konnten von anderen lernen, oder sich einfach nur in ihren Erfahrungen austauschen. Heute galt es auch, bei Theresia Rechberger DANKE zu sagen. Denn ohne sie wären diese 15 Jahre, die hier auch gefeiert wurden, nicht dermaßen erfolgreich gewesen.

Dieser Eintrag freute mich sehr und er war für mich sehr motivierend zum Weitermachen.

Zum Jubiläum überraschte mich Frau Elfriede Dörfler mit einer Torte, einer  „ÖDV“ Aufstecknadel  und mit sehr netten Worten als Danke für 15 Jahre Arbeit der Diabetiker SHG.

Die zweite Überraschung kam von den Mitgliedern meiner Gruppe:

Als Dankeschön nähte mir ein Mitglied unserer Gruppe einen wunderschönen Patchwork-Wandbehang mit der „ÖDV – Sonne“  und den Jahren 2001 – 2016.

Es gab zwei tolle Fachvorträge:

  • Einfach intervenieren aber nachhaltig profitieren – Eine Übersicht über die aktuellen Therapiemöglichkeiten, Dr. Graf-Althon FA f. Innere Medizin
  • „Bluthochdruck, der stille Killer“, Dr. Silvester Berger, Fa f. Innere Medizin

Ein herzliches Dankeschön ergeht an alle Referenten, Diätologen, DiabetesberaterInnen und Pharmafirmen, die uns die letzten 15 Jahre durch ihre Vorträge begleiteten, viel Wissen übermittelten und somit das Leben mit Diabetes erleichterten.

Mit Stolz blicke ich auf die vielen Treffen, die immer sehr gut besucht waren zurück.

Danken möchte ich den stillen Helfern, die mich immer unterstützten, für die gute Gemeinschaft innerhalb der Gruppe und für das herzliche Miteinander.

Theresia Rechberger

Offener Brief an Theresia Rechberger

 

Liebe Resi Rechberger,

heute schreiben wir dir einen „offenen Brief“, in dem wir dir alle aus ganzem Herzen danken möchten für deinen nimmermüden Einsatz für „deine“ Diabetiker Selbsthilfegruppe in Gleisdorf – also für uns.

Stell dir vor, da gibt es einen Jungen, der im Kindergarten immer ruhiger wird und plötzlich mitten am Vormittag einschläft. Die alarmierten Eltern gehen zum Arzt und stehen plötzlich vor der Diagnose: Diabetes! 

WIE bitte geht man damit um? Ja, natürlich gibt es Einschulungen im Spital, Unterstützung von allen möglichen Fachkräften, die alle mithelfen, dass der kleine Junge begreift, was genau mit ihm los ist. 
Und dann ist man mit all dem Wissen plötzlich alleine zu Hause und die Eltern sind komplett unsicher: Machen wir wohl alles richtig? Und da gibt es DICH, liebe Resi, mit all deiner Ruhe, deinem Wissen und deiner sprichwörtlichen Fürsorge. 

Stell dir vor, da gibt es eine Frau, die schon sehr viel mit einer Krebserkrankung mitgemacht hat. Aber sie hat es geschafft. Seit mehr als 10 Jahren sind die Werte in Ordnung und sie kann langsam aufatmen. Da – wie aus heiterem Himmel – kommt bei einer der Routine-Untersuchung die Diagnose: Diabetes!

Die Frau ist schon unendlich müde von ihrer schweren Krankheit in der Vergangenheit. Sie hat kaum noch Energie für eine „neue“, weitere Krankheit. Noch dazu eine, die sie bis an ihr Lebensende begleiten wird. Der Schock sitzt tief.
Und da kommt sie nach all ihrer Einschulung im Spital, all den Gesprächen mit allen möglichen Fachkräften, die alle mithelfen, dass sie begreift, was genau mit ihr los ist, zu uns in die Gruppe, hört immer wieder wichtige Vorträge, trifft Menschen, die alle mehr oder minder gut mit ihrer Diagnose umgehen und die ihr auf alle möglichen und vor allem unmöglichen Fragen (also solche, die man keinem Arzt stellen würde) die richtigen Antworten geben. Und langsam bekommt sie wieder Energie und Lebensfreude. 

Stell dir vor, da gibt es einen Witwer, der ganz plötzlich alleine da steht und der sich vielleicht nicht wirklich gut mit Hausarbeit auskennt, und vielleicht noch weniger mit dem Kochen. Also geht er ins Lokal und isst dort. Sein Speiseplan ist alles andere als „gesundheitsbewusst“ oder „altersgerecht“ – und dann passiert es: Plötzlich bei einer Routine-Untersuchung heißt es: Diabetes!

Das Alter und die Einsamkeit machen ihm schon genug zu schaffen. Jetzt soll er sich plötzlich mit Nährwerten, mit Bewegung, mit Gott weiß was noch allem beschäftigen – und er weiß schlicht und einfach nicht WIE und kämpft immer stärker mit einer tiefen seelischen Depression.
Und dann kommt er zu uns in die Gruppe, hört viel Interessantes, schließt Bekanntschaften und geht plötzlich mit anderen spazieren und begreift, dass das Leben noch sehr viel Schönes parat hat – man muss es nur wahrnehmen. 

Liebe Resi, du bist für uns ein gutes und wunderbares Beispiel, WAS man alles tun kann, um eine gute Lebensqualität zu erhalten, dass man nicht verzweifeln muss, wenn einen die Diagnose „Diabetes“ trifft.

Du bringst uns wichtige Informationen mit vielen interessanten Vorträgen.

Du bringst uns Informationen über die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse und die neuesten Geräte auf dem Markt.

Du bringst uns Lebensfreude und holst uns recht oft mit klaren Worten aus unserer Verzweiflung, mit der wir ja doch hin und wieder kämpfen.

Du zeigst uns, dass es wichtig ist, TÄGLICH seine Schuhe anzuziehen und „an die Luft“ zu gehen – statt „in die Luft“ – es ist eines der besten Mittel für unseren Diabetes, Nerven und unsere Gesundheit.

Du zeigst uns aber auch, dass Geselligkeit absolut wichtig ist im Leben. Denn nicht umsonst vertrittst du immer wieder die Meinung: „Gemeinsam statt einsam!“

Deine Mitglieder der Diabetiker Selbsthilfe Gruppe Gleisdorf