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Der aktuelle Vorstand

2019 wurde in Schloß Puchberg ein neuer ÖDV-Vorstand gewählt


 

Helmut Thiebet

Bundesvorsitzender, Referat Strategische Planung

„Ich habe mich für die Mitarbeit im Bundesvorstand entschlossen, weil ich glaube, dass eine Patientenvertretung für Menschen mit Diabetes, wie die ÖDV sie darstellt, enorm wichtig ist, um den Anliegen der Betroffenen gegenüber dem Gesundheitsministerium, den Krankenkassen, der Ärzteschaft, den Pharmafirmen, der Apothekerkammer entsprechendes Gewicht zu geben.“

Der neue Bundesvorsitzende stellt sich vor: Die ÖDV 2019 - 2022

In der am 5. Oktober 2019 stattgefundenen Generalversammlung der Österreichischen Diabetikervereinigung ÖDV wurde ein neuer Vorstand gewählt. Anna Mayer hat ihre Funktion als Bundesvorsitzende der ÖDV, die sie 17 Jahre lang innehatte, zurückgelegt. Zum neuen Bundesvorsitzenden wurde ich, Helmut Thiebet, gewählt. Meine Arbeitsperiode wird 3 Jahre dauern.
Im folgenden Artikel möchte ich gerne meine Ziele und  Wünsche, die Arbeitsbereiche und Herausforderungen, mit welchen  die ÖDV und ich konfrontiert sein werden, präsentieren.
Bereich Typ-1-Diabetes:
Die neuen Technologien, wie Pumpentherapie, CGM, Closed Loop etc., sind zu einer festen Säule in der Diabetestherapie herangewachsen. Hier muss die Selbsthilfe, die ÖDV, ständig am neuesten Stand sein – wir wollen Helfer, Unterstützer und Berater sein. Mit Hrn. Steiner, Vorstandsmitglied und Kassier der ÖDV, haben wir einen absoluten Fachmann im Vorstand, der auch in der Pharmaindustrie eine anerkannte Persönlichkeit ist.
Ein besonderes Anliegen sind uns aber auch die zur technischen Entwicklung notwendigen Schulungen und Kurse, ohne die jede technische Unterstützung nur halb so viel wert ist.
Bereich Kinder und Jugendliche:
Das Projekt Diabetes Nanny, das von der ÖDV unter der Leitung von Ulli Humpel und Anni Mayer in Salzburg ins Leben gerufen wurde, auf ganz Österreich auszuweiten, ist eines meiner großen Ziele.
Seit vielen Jahren führen Fr. Elsa Pernecky und Fr. Katharina Honisch unter dem Projekttitel „Mobile Beratung“ eine Schulung für Pädagoginnen und Pädagogen in Wiener Kindergärten und Schulen durch. Leider gibt es dafür keine finanzielle Unterstützung – hier eine Lösung zu finden, ist mir ein besonderes Anliegen.
Weiterführen möchte ich das  Projekt „Lehrerbasisschulung“, das ich vor ca. 3 Jahren wieder aufgegriffen habe. Dazu gibt es  bereits von mir ausgearbeitete Unterlagen für Lehrer. In Wien und in der Steiermark gibt es im kommenden Studienjahr  einen Pilotversuch diese Thematik an den Pädagogischen Hochschulen in der Lehrerausbildung zu etablieren. 
Die Kinder-REHA ist im Ansatz steckengeblieben. Auch hier muss sich die ÖDV verstärkt einbringen.
Die Betreuung von Kindern mit Diabetes im Kindergartenbereich ist gesetzlich gesehen leider ein Graubereich, hinsichtlich Haftung und Schulung. Eine Thematik, die ich unbedingt in Angriff nehmen möchte.
Erwachsene mit Typ-1-Diabetes:
Auch über das Kindes- und Jugendalter hinaus gibt es noch viel zu tun. So gibt es zum Beispiel im Bereich Erhalt bzw. Verlängerung des Führerscheins zwar eine einheitliche österreichweite  Regelung, leider aber keine einheitliche Auslegung des Gesetzestextes. Hier gilt es immer wieder anzusetzen.
Diskriminierung im Berufsleben steht oftmals noch an der Tagesordnung, wird aber in vielen Fällen totgeschwiegen. Um hier für mehr Gerechtigkeit zu sorgen muss noch viel Energie in die Aufklärungsarbeit gesteckt werden.
Ein ebenso großes Thema wird der Schwangerschafts- oder Gestationsdiabetes sein. Denn für jede zweite Frau mit Schwangerschaftsdiabetes besteht das Risiko später an Typ-2 Diabetes zu erkranken. Um dies den Menschen bewusst zu machen, heißt es Aufklärungsarbeit zu leisten und Betroffenen mit Rat und Tat zur Seite zu stehen.
Menschen mit Typ-2-Diabetes:
Es gibt österreichweit die unterschiedlichsten Schulungen/ Auffrischungskurse (z.B.: Therapie Aktiv, neue Modelle in Salzburg und Wien). Hier einheitliche Standards zu erreichen, liegt ebenso in meinem Aufgaben-Portfolio. 
Die Betreuung von älteren Personen mit Diabetes, die von unseren ehrenamtlichen ÖDV-Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in allen Bundesländern in hervorragender Weise durchgeführt wird, wollen wir natürlich weiterhin forcieren und unterstützen, seien es Schwerpunkte in Ernährungsfragen, Bewegung aber auch im sozialen Bereich.
Digitalisierung, Telemedizin werden in der Zukunft dominieren. Hier muss die ÖDV präsent sein, vor allem als Helfer aber mit der großen Forderung: „Der Mensch muss im Zentrum stehen, nicht die Technik!“
Die Entwicklung der Österreichischen Gesundheitskasse ÖGK, speziell im Bereich Diabetes, wird die ÖDV genau beobachten und sich gegebenenfalls einbringen.
Die Österreichische Diabetesstrategie, an der unser Vorstandsmitglied Elsa Pernezky mitgearbeitet hat, liegt auf Eis. Der Wunsch, die darin enthaltenen Forderungen, Ideen wieder anzukurbeln, gehört zu unseren Agenden.
Die gute Zusammenarbeit mit den Ärztinnen und Ärzten, den ApothekerInnen, die Anni Mayer bereits vorgelebt hat, weiter zu pflegen und weiter zu entwickeln, liegt mir ganz besonders am Herzen.
Ein wichtiger Aufgabenbereich wird für die ÖDV die Mitarbeit in den verschiedenen Gremien der österreichweiten Selbsthilfeverbände sein. Unsere Vorstandsmitglieder Anni Mayer und Walter Isopp, Mitglieder in den Dachverbänden Salzburg und Kärnten, werden dort die Interessen der ÖDV, d.h. die Interessen der Menschen mit Diabetes, vertreten.
Ein gewaltiger Arbeitsauftrag!
Die ÖDV und ich sind überzeugt: mit der Hilfe all unserer ÖDV-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Ärztinnen und Ärzten, den Ansprechpartnern in Apotheken, Ämtern, Krankenkassen und Krankenanstalten, Ländern, Gemeinden und nicht zuletzt mit Hilfe der Presse, können wir einen Teil unserer Wünsche, Visionen, Forderungen im Sinne aller Menschen mit Diabetes in Österreich verwirklichen.
Abschließend möchte ich ihnen für ihre Mitgliedschaft bei der ÖDV danken. Nur durch ihre finanzielle Unterstützung  ist es uns möglich, unsere zahlreichen Projekte in Angriff zu nehmen. Vielen Dank!


 

Elsa Perneczky, DGKS

Stv. Bundesvorsitzende, Referat Diabetes Typ 1 und Landesleitung Wien

Lebensstiländerungen, die oft eine große Herausforderung für die Betroffenen sind, können mit Unterstützung leichter bewältigt werden. Kommunikation ist insbesondere bei chronischen Erkrankungen das Allerwichtigste.

www.publichealth.at/portfolio-items/therapie-aktiv/

Helmut Steiner

Kassier, Referat Insulinpumpe

Walter Isopp

Stv. Kassier und Landesleitung Kärnten

„Ich engagiere mich im Bundesvorstand, weil ich die Arbeit der ÖDV im Rahmen meiner Möglichkeiten unterstützen und mitgestalten will. Es kann nur gute Arbeit geleistet werden, wenn sich Mitglieder auch aktiv einbringen.“

Ulli Humpel, DGKS

Schriftführerin, Referat Kinder/Jugendliche (Facebook)

„Als Kinderkrankenschwester und Diabetesberaterin wurde ich bei meiner Arbeit in der Uniklinik Salzburg unzählige Male damit konfrontiert, wie notwendig die Betreuung betroffener Familien nach der Diagnose Diabetes besonders in der ersten Zeit auch Zuhause ist. Persönlich ist es mir immer eine große Freude, mit Kindern und Jugendlichen zu arbeiten, als ÖDV-Diabetes Nanny und als langjährige Mitorganisatorin und Begleiterin der ÖDV-Camps. Im ÖDV-Vorstand bin ich engagiert, weil man im Team mehr bewegen kann als alleine.“

Anna Mayer

Referat Diabetes Typ 2 und Landesleitung Salzburg

„Mir als Betroffene mit Typ-1-Diabetes ist eine starke Interessensvertretung für Menschen mit Diabetes sehr wichtig. Darum engagiere ich mich schon sehr lange in der ÖDV. Mein Motto ist: Betroffene helfen Betroffenen, wir wissen wovon wir sprechen. Mein Engagement wirkt sich sehr positiv auf meinen Diabetes aus, ich profitiere auch persönlich davon.“

Herzenssache – Dank an Anna Mayer

Eigene Betroffenheit, Diabetes-Erfahrung und das Bestreben, Menschen mit Diabetes helfen zu wollen, brachten Anna Mayer bereits 1995 zur ÖDV. Bald darauf übernahm Anna Mayer die ÖDV Landesleitung Salzburg und seit 2002 auch den Vorsitz im ÖDV-Vorstand.
Trotz der Übernahme dieser verantwortungsvollen und arbeitsintensiven Funktionen verlor sie niemals den Bezug zur Basis und betreute ÖDV-Selbsthilfegruppen in Stadt und Land Salzburg sowie die Servicestelle im GIZ der SbgGKK über zwei Jahrzehnte.

Interessenvertretung der DiabetikerInnen österreichweit war und ist Annas Anliegen. 

Zur Entwicklung und zum Erfolg der ÖDV trug Anna Mayers außergewöhnliches Engagement ungeahnt viel bei.

Mit Anfang Oktober 2019 beendete Anna Mayer ihre Funktion als ÖDV-Bundesvorsitzende.

Die ÖDV Familie und alle MitarbeiterInnen danken Anna für die umsichtige und solide Vorsitzführung!
Wir freuen uns, dass Anna Mayer der ÖDV weiterhin als Landesleiterin in Salzburg und für die Betreuung der Diabetiker Selbsthilfegruppen zur Verfügung stehen wird.

Elisabeth Thiebet i.V. für die ÖDV-MitarbeiterInnen  ·  Helmut ThiebetÖDV-Bundesvorsitzender


 

Gertraud Rametsteiner

Referat „Mein Leben“

„Es gilt, immer wieder neue Erkenntnisse und neues Wissen aus den verschiedenen diabetesbezogenen Bereichen zu kommunizieren, damit ÖDV-Mitglieder und MEIN LEBEN-Leser laufend top informiert sind! Diese Aufgabe nehme ich seit über 30 Jahren mit Freude wahr.“