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Herzenssache – Dank an Anna Mayer

Eigene Betroffenheit, Diabetes-Erfahrung und das Bestreben, Menschen mit Diabetes helfen zu wollen, brachten Anna Mayer bereits 1995 zur ÖDV. Bald darauf übernahm Anna Mayer die ÖDV Landesleitung Salzburg und seit 2002 auch den Vorsitz im ÖDV-Vorstand.
Trotz der Übernahme dieser verantwortungsvollen und arbeitsintensiven Funktionen verlor sie niemals den Bezug zur Basis und betreute ÖDV-Selbsthilfegruppen in Stadt und Land Salzburg sowie die Servicestelle im GIZ der SbgGKK über zwei Jahrzehnte.

Interessenvertretung der DiabetikerInnen österreichweit war und ist Annas Anliegen. 

Zur Entwicklung und zum Erfolg der ÖDV trug Anna Mayers außergewöhnliches Engagement ungeahnt viel bei.

Mit Anfang Oktober 2019 beendete Anna Mayer ihre Funktion als ÖDV-Bundesvorsitzende.

Die ÖDV Familie und alle MitarbeiterInnen danken Anna für die umsichtige und solide Vorsitzführung!
Wir freuen uns, dass Anna Mayer der ÖDV weiterhin als Landesleiterin in Salzburg und für die Betreuung der Diabetiker Selbsthilfegruppen zur Verfügung stehen wird.

Elisabeth Thiebet i.V. für die ÖDV-MitarbeiterInnen  ·  Helmut ThiebetÖDV-Bundesvorsitzender


 

In Schloß Puchberg wurde ein neuer ÖDV-Vorstand gewählt


 

Der neue Bundesvorsitzende stellt sich vor: Die ÖDV 2019 - 2022

In der am 5. Oktober 2019 stattgefundenen Generalversammlung der Österreichischen Diabetikervereinigung ÖDV wurde ein neuer Vorstand gewählt.  Fr. Anna Mayer hat ihre Funktion als Bundesvorsitzende der ÖDV, die sie 17 Jahre lang innehatte, zurückgelegt. Zum neuen Bundesvorsitzenden wurde ich, Helmut Thiebet, gewählt. Meine Arbeitsperiode wird 3 Jahre dauern.

Im folgenden Artikel möchte ich gerne meine Ziele und  Wünsche, die Arbeitsbereiche und Herausforderungen, mit welchen  die ÖDV und ich konfrontiert sein werden, präsentieren.

Bereich Typ-1-Diabetes:
Die neuen Technologien, wie Pumpentherapie, CGM, Closed Loop etc., sind zu einer festen Säule in der Diabetestherapie herangewachsen. Hier muss die Selbsthilfe, die ÖDV, ständig am neuesten Stand sein – wir wollen Helfer, Unterstützer und Berater sein. Mit Hrn. Steiner, Vorstandsmitglied und Kassier der ÖDV, haben wir einen absoluten Fachmann im Vorstand, der auch in der Pharmaindustrie eine anerkannte Persönlichkeit ist.
Ein besonderes Anliegen sind uns aber auch die zur technischen Entwicklung notwendigen Schulungen und Kurse, ohne die jede technische Unterstützung nur halb so viel wert ist.

Bereich Kinder und Jugendliche:
Das Projekt Diabetes Nanny, das von der ÖDV unter der Leitung von Ulli Humpel und Anni Mayer in Salzburg ins Leben gerufen wurde, auf ganz Österreich auszuweiten, ist eines meiner großen Ziele.
Seit vielen Jahren führen Fr. Elsa Pernecky und Fr. Katharina Honisch unter dem Projekttitel „Mobile Beratung“ eine Schulung für Pädagoginnen und Pädagogen in Wiener Kindergärten und Schulen durch. Leider gibt es dafür keine finanzielle Unterstützung – hier eine Lösung zu finden, ist mir ein besonderes Anliegen.

Weiterführen möchte ich das  Projekt „Lehrerbasisschulung“, das ich vor ca. 3 Jahren wieder aufgegriffen habe. Dazu gibt es  bereits von mir ausgearbeitete Unterlagen für Lehrer. In Wien und in der Steiermark gibt es im kommenden Studienjahr  einen Pilotversuch diese Thematik an den Pädagogischen Hochschulen in der Lehrerausbildung zu etablieren. 

Die Kinder-REHA ist im Ansatz steckengeblieben. Auch hier muss sich die ÖDV verstärkt einbringen.

Die Betreuung von Kindern mit Diabetes im Kindergartenbereich ist gesetzlich gesehen leider ein Graubereich, hinsichtlich Haftung und Schulung. Eine Thematik, die ich unbedingt in Angriff nehmen möchte.

Erwachsene mit Typ-1-Diabetes:
Auch über das Kindes- und Jugendalter hinaus gibt es noch viel zu tun. So gibt es zum Beispiel im Bereich Erhalt bzw. Verlängerung des Führerscheins zwar eine einheitliche österreichweite  Regelung, leider aber keine einheitliche Auslegung des Gesetzestextes. Hier gilt es immer wieder anzusetzen.
Diskriminierung im Berufsleben steht oftmals noch an der Tagesordnung, wird aber in vielen Fällen totgeschwiegen. Um hier für mehr Gerechtigkeit zu sorgen muss noch viel Energie in die Aufklärungsarbeit gesteckt werden.

Ein ebenso großes Thema wird der Schwangerschafts- oder Gestationsdiabetes sein. Denn für jede zweite Frau mit Schwangerschaftsdiabetes besteht das Risiko später an Typ-2 Diabetes zu erkranken. Um dies den Menschen bewusst zu machen, heißt es Aufklärungsarbeit zu leisten und Betroffenen mit Rat und Tat zur Seite zu stehen.

Menschen mit Typ-2-Diabetes:
Es gibt österreichweit die unterschiedlichsten Schulungen/ Auffrischungskurse (z.B.: Therapie Aktiv, neue Modelle in Salzburg und Wien). Hier einheitliche Standards zu erreichen, liegt ebenso in meinem Aufgaben-Portfolio. 
Die Betreuung von älteren Personen mit Diabetes, die von unseren ehrenamtlichen ÖDV-Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in allen Bundesländern in hervorragender Weise durchgeführt wird, wollen wir natürlich weiterhin forcieren und unterstützen, seien es Schwerpunkte in Ernährungsfragen, Bewegung aber auch im sozialen Bereich.

Digitalisierung, Telemedizin werden in der Zukunft dominieren. Hier muss die ÖDV präsent sein, vor allem als Helfer aber mit der großen Forderung:

Der Mensch muss im Zentrum stehen, nicht die Technik!“

Die Entwicklung der Österreichischen Gesundheitskasse ÖGK, speziell im Bereich Diabetes, wird die ÖDV genau beobachten und sich gegebenenfalls einbringen.

Die Österreichische Diabetesstrategie, an der unser Vorstandsmitglied Fr.Elsa Pernezky mitgearbeitet hat, liegt auf Eis. Der Wunsch, die darin enthaltenen Forderungen, Ideen wieder anzukurbeln, gehört zu unseren Agenden.

Die gute Zusammenarbeit mit den Ärztinnen und Ärzten, den ApothekerInnen, die Anni Mayer bereits vorgelebt hat, weiter zu pflegen und weiter zu entwickeln, liegt mir ganz besonders am Herzen.

Ein wichtiger Aufgabenbereich wird für die ÖDV die Mitarbeit in den verschiedenen Gremien der österreichweiten Selbsthilfeverbände sein. Unsere Vorstandsmitglieder Anni Mayer und Walter Isopp, Mitglieder in den Dachverbänden Salzburg und Kärnten, werden dort die Interessen der ÖDV, d.h. die Interessen der Menschen mit Diabetes, vertreten.

Ein gewaltiger Arbeitsauftrag!

Die ÖDV und ich sind überzeugt, mit der Hilfe all unserer ÖDV-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Ärztinnen und Ärzten, den Ansprechpartnern in Apotheken, Ämtern, Krankenkassen und Krankenanstalten, Ländern, Gemeinden und nicht zuletzt mit Hilfe der Presse, können wir einen Teil unserer Wünsche, Visionen, Forderungen im Sinne aller Menschen mit Diabetes in Österreich verwirklichen.
Abschließend möchte ich ihnen für ihre Mitgliedschaft bei der ÖDV danken. Nur durch ihre finanzielle Unterstützung  ist es uns möglich, unsere zahlreichen Projekte in Angriff zu nehmen. Vielen Dank!


 

Richtungsweisend: Sehr hohe Messgenauigkeit des Contour® Next One Blutzuckermesssystems erneut bestätigt

Pressemitteilung von Ascensia Diabetes Care

Wien, 23. Juli 2019– In einer unabhängigen Vergleichsstudie1 mit 18 in Europa verfügbaren Blutzuckermessgeräten der neuesten Generation zeigt das Contour Next One Blutzuckermesssystem (BZMS) von Ascensia Diabetes Care erneut2 höchste Messgenauigkeit.* Gut zu wissen für Menschen mit Diabetes, die sich auf ihre Blutzuckermesswerte zu 100 % verlassen müssen. In der Studie zeigte sich allerdings auch, dass mehr als 20 % der getesteten BZMS die Messgenauigkeitskriterien der DIN EN ISO 15197:2013 nicht erfüllen.1,3 Mitautor Dr. Guido Freckmann, IDT**, Ulm, präsentierte die Ergebnisse im Rahmen der 79. Jahrestagung der American Diabetes Association (ADA), die vom 7. bis 11. Juni 2019 in San Francisco, Kalifornien, USA, stattfand.
Contour Next One BZMS erfüllt die geforderten Messgenauigkeitskriterien 
Für Menschen mit Diabetes sind exakte Blutzuckermesswerte besonders wichtig für ein erfolgreiches Diabetes-Selbstmanagement. Genaue Messwerte sind unerlässlich zur Ermittlung der richtigen Insulindosierungsmenge und zur Reduktion von Insulin-berechnungsfehlern.4 Auch kritische Situationen wie eine Unterzuckerung können leichter erkannt werden, wenn das Blutzuckermessgerät präzise misst5. Die Messgenauigkeit von BZMS ist somit eine wichtige Voraussetzung für eine gute Stoffwechseleinstellung.4 Deshalb gilt für BZMS ein strenger europäischer Qualitätsstandard, die DIN EN ISO-Norm 15197:2013. Besonders genaue Blutzuckermessungen sind laut der aktuellen Vergleichsstudie von Dr. Freckmann mit dem Contour Next One BZMS möglich: Im Vergleich mit allen anderen getesteten Systemen zeigte es höchste Messgenauigkeit. Obwohl die ISO-Messgenauigkeitskriterien für alle Blutzuckermessgeräte in Europa gelten, konnten mehr als 20 % der in der unabhängigen Studie getesteten Systeme die hohen Qualitätsanforderungen nicht erfüllen. Zum Hintergrund: Laut DIN EN ISO 15197:2013 darf der mit einem Blutzuckermesssystem gemessene Wert bei einem Blutzuckerspiegel von ≥ 100 mg/dl ± 15 % und bei ≤ 100 mg/dl ± 15 mg/dl von dem Referenzwert abweichen. Jeweils 95 % der Messergebnisse müssen innerhalb dieses Toleranzbereichs liegen. Das Contour Next One BZMS erfüllt diese Anforderungen problemlos: 100 % der mit den Contour Next Sensoren erzielten Messergebnisse lagen innerhalb dieses Toleranzbereichs und sogar 99,5 % der Messungen lagen innerhalb des noch engeren Toleranzbereichs mit Abweichungen von nur ± 10 % bzw. ± 10 mg/dl.1 Blutzucker-Selbstbestimmung ist Grundlage des Diabetes-Managements 
Ein qualitativ hochwertiges BZMS und messgenaue Blutzuckerergebnisse sind das A und O einer erfolgreichen Diabetestherapie. Auch wer ein Messsystem zur kontinuierlichen Glukoseüberwachung (z. B. iscCGM und rtCGM) verwendet, sollte zusätzlich stets ein präzises System zur Blutzucker-Selbstkontrolle zur Hand haben und es verlässlich bedienen können: Für die richtige Einstellung eines CGM-Systems wird ein möglichst genauer Vergleichswert aus einer Messung an der Fingerbeere benötigt (z. B. zur Kalibrierung oder bei anstehenden Therapieentscheidungen bei Unter- und Überzuckerungen). Besonders in kritischen Situationen, bei starken Blutzuckerschwankungen oder wenn das CGM-System nicht richtig funktioniert, ist die zusätzliche Blutzuckermessung unabdingbar. Neben einer hohen Messgenauigkeit ist deshalb auch wichtig, dass das BZMS gut in der Hand liegt und einfach zu bedienen ist. Unterstützende Funktionen wie das smartLIGHT® Farbsignal am Contour Next One BZMS helfen Menschen mit Diabetes dabei, den gemessenen Blutzuckerwert direkt richtig einzuordnen (z. B. Unter- oder Überzuckerung, Zielbereich) und entsprechende Therapie-Schritte einzuleiten.*** Mehr Informationen zur Blutzuckerselbstkontrolle erhalten Sie im Internet unter www.diabetes.ascensia.at oder beim Ascensia Diabetes Service unter der kostenfreien Service-Hotline 0800/220 110. 

Quellen: 1 Pleus S et al. Post-market surveillance of 18 blood glucose monitoring systems‘ accuracy based on ISO 15197:2013. Presented at the 79th Scientific Sessions of the American Diabetes Association (ADA) 7-11 June 2019 in San Francisco, USA. Andere Studien können zu anderen Ergebnissen kommen. 
2 Waldenmaier D et al. Performance Evaluation of Five Blood Glucose Monitoring Systems in the Hands of Intended Lay-users Following ISO 15197:2013, Poster 117-LB, ADA 77th Scientific Sessions San Diego, CA, USA, June 9 – 13, 2017. 
3 Studie durchgeführt nach ISO 15197:2013 Sect. 6.3, 1 Charge im Vergleich zur Hersteller Laborreferenz-methode. Andere Studien können zu anderen Ergebnissen kommen. 
4 Freckmann G et al. User Performance Evaluation of Four Blood Glucose Monitoring Systems Applying ISO 15197:2013 Accuracy Criteria and Calculation of Insulin Dosing Errors; Diabetes Ther (2018) 9:683–697. 
5 Breton MD et al. Impact of blood glucose self monitoring errors of variability, risk for hypoglycaemia and average glucose control in type 1 diabetes; J Diabetes Sci Technol. 2010 May 1; 4(3);562-70. 

20190806


 

Coaching-Programm der Positiven Psychologie

An der Universität Wien, Fachbereich für Psychologie, wird derzeit eine Evaluationsstudie für ein Coaching-Programm der Positiven Psychologie durchgeführt. Die Positive Psychologie arbeitet speziell mit positiven Emotionen durch Fokussierung auf u.a. Charakterstärken und Ressourcen. Ziel ist es, dass Personen aufblühen, über sich hinaus wachsen und zu mehr Wohlbefinden kommen. 
Das Coaching-Programm richtet sich an belastete Personen, die Techniken erlernen möchten, um ihre innewohnenden Potentiale bewusster zu nutzen und damit Herausforderungen gestärkter entgegentreten zu können. In 7 Einheiten (Einzelsetting) von jeweils 60 Minuten erarbeiten interessierte Personen gemeinsam mit ihrem persönlichen Coach bzw. ihrer persönlichen Coachin gezielt Techniken, mithilfe derer sich im Alltag mehr Genuss und Freude erleben lassen. Die Coachinnen und Coaches sind allesamt unter Supervision stehende Psychologiestudierende am Ende ihres Masterstudiums. Die nächsten Termine werden voraussichtlich für November vergeben. Eine Registrierung für das Projekt ist aus organisatorischen Gründen jetzt schon notwendig.
Da das Coaching im Rahmen einer Studie durchgeführt wird, können wir leider niemandem einen Platz garantieren. Es gibt gewisse Ausschlusskriterien, damit die Ergebnisse vergleichbar sein können. Beispielsweise können nur Personen zwischen 18 und 65 Jahren aufgenommen werden. Im Rhamen der Studie ist nach einer Prä-Registrierung (online) das Ausfüllen eines Online-Fragebogens erforderlich. Die Daten werden pseudonymisiert und getrennt von Kontaktdaten, welche für die Terminvereinbarung benötigt werden, gespeichert. 
Weitere Informationen siehe HIER im Flyer (PDF-Datei). Dort sind auch die Möglichkeiten zur Prä-Registrierung beschrieben.

20190729


 

PRESSEINFORMATION: Wer hat Angst vorm diabetischen Kind?

Information und Schulung für alle Stakeholder des Kinderbetreuungs- und Schulwesens

Wien, 30. Jänner 2019 – In Österreich gibt es derzeit rund 1.600 schulpflichtige Kinder mit Typ 1 Diabetes. Pro Jahr kommen zusätzlich 250 bis 300 Neudiagnostizierte dazu. Dadurch sind immer mehr Schulen mit dem Thema Diabetes konfrontiert. Die Österreichische Diabetes Gesellschaft und der Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger präsentieren deshalb zielgerichtete Maßnahmen für den Kindergarten- und Schulbereich: Von der Aufklärungsinitiative bis zur fachlichen Fortbildung.
„Um die Lebensqualität der betroffenen Kinder und deren Familien zu erhöhen und um gesundheitliche Komplikationen zu vermeiden, ist es wichtig auf allen Ebenen Maßnahmen zu setzen. Denn sehr unterschiedliche Bezugsgruppen und Professionen können gemeinsam, wenn sie gut informiert sind, einen Unterschied im Leben dieser Kinder machen“, erklärt die Präsidentin der Österreichischen Diabetes Gesellschaft, Univ. Prof.in Dr.in Alexandra Kautzky-Willer, von der Univ.-Klinik für Innere Medizin III, Abteilung für Endokrinologie und Stoffwechsel, an der Med Uni Wien. „Alle Familien sollten für die ersten Warnsignale sensibilisiert und betroffene Familien gut geschult werden. PädagogInnen werden immer öfter in ihren Kindergruppen und Klassen mit dem Thema konfrontiert und brauchen Information und Unterstützung. Schulärztlicher Dienst und Schulverwaltung sind dabei wichtige Schnittstellen.“
Dr. Alexander Biach, Vorsitzender des Verbandsvorstandes im Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger, ergänzt: „Kinder mit Diabetes Typ 1 brauchen Unterstützung im häuslichen Umfeld sowie in den Kindergärten und Schulen. Je jünger die Kinder sind, desto mehr sind die Eltern und Betreuungspersonen gefordert. Je besser Eltern, Kinder und Pädagogen geschult und informiert sind, umso geringer ist das Risiko für das Auftreten von schweren Komplikationen und von Langzeitschäden. Maßnahmen zur Steigerung der Gesundheitskompetenz der Eltern und Kinder im häuslichen Umfeld sowie der Pädagogen in den Kindergärten und Schulen, könnten unterstützend sein und damit zu einer Verbesserung der Situation beitragen.“

Aufklärungsinitiative zu den ersten Warnsignalen
Um die Früherkennung und rechtzeitige Therapie bei Kindern und Jugendlichen zu unterstützen, hat der Hauptverband der Österreichischen Sozialversicherungsträger gemeinsam mit der Österreichischen Diabetes Gesellschaft eine Aufklärungsinitiative ins Leben gerufen, die die österreichische Bevölkerung mittels altersgerechten Sensibilisierungswerkzeugen für die Kinderkrippe, den Kindergarten, die Volksschule sowie die Sekundarstufe 1 und 2 informiert. 
„In Österreich wird die Diagnose Diabetes bei Kindern und Jugendlichen für gewöhnlich zu spät gestellt. Rund 37 Prozent der Kinder und Jugendlichen mit Diabetes mellitus Typ 1 werden mit einer lebensgefährlichen Stoffwechselentgleisung, der sogenannten Diabetischen Ketoazidose ins Krankenhaus gebracht. Dies ist unter anderem auf das mangelnde Bewusstsein für die Krankheit und die Warnsignale zurückzuführen“, berichtet Prim. Dr. Reinhold Pongratz, MBA, der Ärztliche Leiter der Steiermärkischen Gebietskrankenkasse. „In unserer Aufklärungsinitiative thematisieren wir die vier Leitsymptome von Diabetes mellitus Typ 1: Müdigkeit, erhöhtes Durstempfinden, vermehrtes Wasserlassen und unbeabsichtigter Gewichtsverlust. Wenn Eltern diese Beschwerden bei ihrem Kind bemerken, sollten sie umgehend ihren Haus- oder Facharzt aufsuchen.“

Positionspapier Diabetes und Schule
„Die steigende Anzahl an diabetischen Schulkindern und die längere Aufenthaltsdauer in Schulen und schulnahen Einrichtungen machten eine offizielle Stellungnahme der medizinisch-wissenschaftlichen Fachgesellschaften notwendig, um eine standardisierte Betreuung von Kindern und Jugendlichen mit Diabetes bundesweit an allen Schulen in Österreich zu gewährleisten“ betont Assoz. Prof.in PD OÄ Dr.in Sabine Hofer, Kinderärztin an der Medizinischen Universität Innsbruck und Vorstandsmitglied der ÖDG. „Aus diesem Grund erarbeiteten die Österreichische Diabetes Gesellschaft, die Österreichische Gesellschaft für Kinder- und Jugendheilkunde und die Arbeitsgruppe für pädiatrische Endokrinologie und Diabetes Österreich ein gemeinsames Positionspapier, das sich an alle Stakeholder des Schulwesens richtet und eine umfassende Orientierung im Umgang und in der Betreuung von Kindern und Jugendlichen mit Diabetes in Schulen bieten soll“.
Um Kinder mit Diabetes in der Schule optimal versorgt zu wissen, ist es wichtig, dass auch die Lehrenden die Herausforderungen verstehen, die mit der Erkrankung einhergehen. Hier hört man von Eltern betroffener Schulkinder leider noch viel zu oft, dass aufgrund von Wissenslücken falsche Entscheidungen mit gravierenden gesundheitlichen oder psychischen Auswirkungen getroffen werden.
Gabriele Mitrovic, die Mutter eines Schulkindes mit Typ 1 Diabetes berichtet: „Wir mussten unser Arbeitsleben völlig umkrempeln, um für die tägliche Betreuung flexibel genug zu sein. Denn in den Schulpausen waren wir immer vor Ort, um den Blutzucker zu messen und die Insulinabgabe mit der Pumpe zu aktivieren. Deshalb ist mein Wunsch an die Politik, dass eine finanzielle Unterstützung für Eltern chronisch kranker Kinder eingeführt wird, die eine pflegerische Betreuung im Schulwesen möglich macht. Denn wenn die Eltern für die Betreuung selbst ihre Arbeit aufgeben müssen, ist das sicher keine sozial verträgliche Lösung.“

SchulärztInnen als erste Ansprechpartner
Gerade SchulärztInnen leisten einen wichtigen Beitrag, um die essenziellen Informationen zum Thema Diabetes an die LehrerInnen zu vermitteln und um eine Kultur der Achtsamkeit im Umgang mit chronisch kranken Kindern in der Schule zu etablieren. Deshalb war eine der ersten Maßnahmen im Bereich Diabetes und Schule die Entwicklung eines speziellen Fortbildungsprogramms für SchulärztInnen, das auch konkrete Antworten zu schulspezifischen Fragestellungen wie Diabetes und Turnunterricht oder Diabetes und Wandertage bietet. Aktuell werden schulinterne und schulübergreifende Fortbildungen für LehrerInnen und BetreuerInnen erarbeitet, die Fortbildungsinhalte werden auch in einem praktischen E-Learning-Tool zur Verfügung stehen.
Alle ExpertInnen betonten einhellig: „Ein durchdachtes Diabetesmanagement an Schulen ist wichtig, um ein gesundheitsförderndes Umfeld für die betroffenen Kinder sicherzustellen. Genauso relevant ist aber auch der Aspekt der Inklusion, denn auch Kinder mit Diabetes müssen die Möglichkeit haben an allen schulischen und auch außerschulischen Aktivitäten teilzunehmen.“

Bestellung und Downloads
Interessierte PädagogInnen und Eltern können die Informationsmaterialien der Aufklärungsinitiative ganz einfach bestellen: telefonisch 0043 (0)316 8035 - 1390 oder via E-Mail: office(at)therapie-aktiv.at.


 

Gemeinsames Positionspapier von ÖDG, ÖGKJ und APEDÖ

Unter maßgeblicher Beteiligung unseres Vorstandsmitgliedes Helmut Thiebet entstand dieses
„Gemeinsame Positionspapier der Österreichischen Diabetes Gesellschaft (ÖDG), der Österreichischen Gesellschaft für Kinder- und Jugendheilkunde (ÖGKJ) und der Arbeitsgruppe für pädiatrische Endokrinologie und Diabetes Österreich (APEDÖ)“

Versorgung von Kindern und Jugendlichen mit Diabetes an Österreichs Schulen

Zusammenfassung: Dieses Positionspapier soll eine umfassende Orientierung im Umgang und in der Betreuung von Kindern und Jugendlichen mit Diabetes in Schulen geben, um bestehende Informationsdefizite zu kompensieren und das Problembewusstsein für die Thematik zu erhöhen. Die steigende Anzahl an diabetischen Schulkindern und die längere Aufenthaltsdauer in Schulen und schulnahen Einrichtungen machen eine offizielle Stellungnahme der Österreichischen Diabetes Gesellschaft und der Österreichischen Gesellschaft für Kinder- und Jugendheilkunde notwendig, um eine standardisierte Betreuung von Kindern und Jugendlichen mit Diabetes bundesweit an allen Schulen in Österreich zu gewährleisten.

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„Wissen was bei Diabetes zählt: Gesünder unter 7 PLUS“

Aktion zeigt enormen Handlungsbedarf – und deutliche regionale Unterschiede

Wien, 14. November 2018 – Mehr als 800 Österreicherinnen und Österreicher nutzten 2018 an sechs Aktionstagen in Wien, Wiener Neustadt und Villach die Möglichkeit, ihr persönliches Diabetesrisiko im Rahmen der von Sanofi initiierten Aktion „Wissen was bei Diabetes zählt: Gesünder unter 7 PLUS“ zu ermitteln. Und nicht selten waren die TeilnehmerInnen erstaunt über ihr persönliches Diabetesrisiko bzw. ihre schlechten Werte. „Die Aktion soll einen niederschwelligen Zugang zu Information und persönlicher Beratung rund um das Thema Diabetes bieten“, erklärt Mag. Sabine Radl, Geschäftsführerin von Sanofi Österreich, über das Ziel der Aktion, denn „nur wer weiß, dass er ein Risiko hat, kann aktiv werden.“ 

Dringender Handlungsbedarf bei Prävention und Aufklärung
Die Ergebnisse zeigen deutlich, dass sowohl hinsichtlich der Aufklärung über Diabetes als auch hinsichtlich Präventionsmaßnahmen dringender Handlungsbedarf besteht. Denn rund 50 % der Teilnehmer, die laut Eigenangabe kein Diabetes hatten, hatten ein erhöhtes Risiko, in den nächsten 10 Jahren an Diabetes zu erkranken.

Optimierungsbedarf bei Therapie von Diabetikern
Namensgeber der Aktion ist der Langzeitblutzuckerwert HbA1c, eine wichtige Kenngröße im Diabetes-Management. Dieser sollte unter sieben Prozent liegen, um das Risiko für Spätfolgen zu senken. Doch knapp ein Fünftel der Teilnehmer mit bekanntem Typ 2-Diabetes hatte einen HbA1c über 7 und erreichte diesen wichtigen Zielwert damit nicht, 30% davon verfehlten den HbA1c-Zielwert sogar deutlich mit einem HbA1c über 8. Die Auswertung macht deutlich, dass der Typ-2-Diabetes bei vielen Patienten nicht gut kontrolliert ist und sie ein hohes Risiko für Folgeerkrankungen haben. Um die Aussichten der Betroffenen zu verbessern, müssen deshalb weiterhin große Anstrengungen unternommen werden – sowohl mit Blick auf den Lebensstil der Patienten als auch die Optimierung der Diabetes-Therapie.

Deutliche regionale Unterschiede 
Die Ergebnisse zeigten auch deutliche regionale Unterschiede beim Diabetes-Risiko der TeilnehmerInnen: So hatten 66 % der TeilnehmerInnen in Wien ein erhöhtes Risiko, in den nächsten zehn Jahren an Diabetes zu erkranken, 46 % in Wiener Neustadt und 37 % der Teilnehmer in Villach. Diese regionalen Unterschiede unterstreichen die Bedeutung von Umweltbedingungen und den Lebensstil als wesentliche Faktoren für das Risiko, an Diabetes zu erkranken.

Über die Aktion „Wissen was bei Diabetes zählt: Gesünder unter 7 PLUS“
„Wissen was bei Diabetes zählt: Gesünder unter 7 PLUS“ steht für eine nachhaltige Aufklärung über die Volkskrankheit Diabetes. Die von Sanofi initiierte Aktion kooperiert mit Fachgesellschaften, Patientenorganisationen und Medien. Um ein persönliches Diabetesrisiko zu erkennen oder sogar einen bisher unerkannten Diabetes zu entdecken, wurde bei „Wissen was bei Diabetes zählt: Gesünder unter 7 PLUS“ ein Risikocheck durchgeführt (FINDRISK-Fragebogen modifiziert nach Lindström). Gefragt wurde nach Faktoren wie Alter, Geschlecht, Lebensgewohnheiten, Größe und Gewicht sowie einer familiären Vorbelastung. Zusätzliche Messungen ergänzten den Risikocheck: Es wurden Blutzucker, Taillenumfang, Blutdruck und Lipidwerte gemessen. Bei Menschen mit Diabetes wurde zusätzlich der Langzeitblutzuckerwert HbA1c bestimmt.

20181120


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Materialien für Menschen mit Diabetes & Herzschwäche

WanderApp für Menschen mit Diabetes und Übergewicht

Ein ideale und interaktive Begleitung für die nächste Wanderung – egal ob für die Tourenplanung von zu Hause aus oder als Wegweiser vor Ort.
 

Blutzuckertagebuch „Mein Diabetes Kontrollor“

Blutzucker-Pass im Heft-Format zur Dokumentation der Blutzuckerwerte.
 

www.diabetes-bewegt.at

Website mit Informationen zu Diabetes sowie zu verfügbaren Materialien und dem Wanderatlas ink. online Routenplanung.
 

Broschüre „Leben mit Herzschwäche“

Mit wertvollen Tipps im Umgang mit Herzschwäche.
 

Ein Service von Novartis Pharma GmbH

Datum der Erstellung: 11/18, AT1811919702


Die Siaßn

Heit san de „Siaßn“ beinand
Mit ihre Spritzn und Pumpn unterm Gwand.
A jeda hot sei eigene Gschicht,
mit der er alloani is.

 

Doch do in dera Selbsthülfe-Gruppn
mit de liabn Leit,
red ma üba unsre Probleme,
denn so wird´s für an jedn leicht.

 

Ma tauscht aus seine Erfahrungen und Erlebnisse,
wartet auf die HbA1c Wert-Ergebnisse.
Jeda bemüht sich einen schönen Wert zu erreichen,
um sie untereinand zu vergleichen.

 

Noch wos braucht ma dazua,
Geduld, Disziplin, Gelassenheit,
an Potzn Humor
und innere Ruah.

 

Unser „Siaßes Leben“ schaut
jetzt ganz anders aus,
oba mit Hilfe von Elfriede Dörfler, ÖDV
moch ma das Beste draus.

 

In Dankbarkeit schenk ich eich das Gedicht,
ihr gebts ma Kraft und siach wieda a Licht.

 

Eleonore Gabriela Zierler


Körperliches Training als Basistherapie des Diabetes mellitus

Vortrag von Dr. Kurt A. Moosburger beim 32. Österreichischen Diabetestag in Innsbruck.
PDF-Dokument zum Nachlesen HIER


Projekt COACH – Studie/Fragebogen für Jugendliche

Das Team der Beratungspsychologie an der Universität Potsdam, führt im Rahmen des vom deutschen Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Verbund-Projekts COACH aktuell eine Studie durch. COACH hat das übergeordnete Ziel, die Behandlung Jugendlicher mit chronischen körperlichen Erkrankungen nachhaltig zu verbessern. Dafür möchte das Team im Teilprojekt die förderlichen Einflüsse von persönlichen Ressourcen und Bewältigungsstrategien auf das Wohlbefinden dieser Patientengruppe untersuchen. Hierzu wird derzeit eine Online-Befragung durchgeführt. Es werden Jugendliche mit verschiedenen chronischen  körperlichen Erkrankungen, im Alter zwischen 12 und 21 Jahren gesucht, die den Online-Fragebogen ausfüllen. Die Bearbeitung der Fragen dauert ungefähr 30 Minuten. Die Teilnehmenden erhalten eine Aufwandsentschädigung in Form eines Gutscheins im Wert von 10 €.

Hier geht's zur Studie

20180626