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Wow-Effekt 1. April

Hallo, ich hoffe, dass bei Dir/Ihnen alles in Ordnung ist und Du gesund bist/Sie gesund sind?
Eines ist gewiss, nämlich, dass alles ungewiss ist.
Corona macht Angst, zerrt an den Nerven, geht an die Nieren, berührt unser Herz.
Es öffnet uns die Augen für Eingefahrenes und für Neues.


Man mag es nicht glauben, aber für mich gibt es Verbindungslinien, die wiederum zu Diabetes führen.
Nicht alle Menschgen mit Diabetes haben jetzt Zeit, verstärkt auf ihre Zuckereinstellung zu achten, denn sie arbeiten in systemerhaltenden Firmen und/oder managen Kinder und Familie.

Wie geht es Euch dabei?

Gibt es Menschen mit Diabetes, die zurzeit etwas mehr Zeit für sich selbst haben?

Bitte, darf ich DU sagen? 

  1. Hast Du Zeit, Deinen Zucker intensiver zu beobachten und zu steuern?
  2. Hast du Zeit für eine engmaschigere Blutzuckerkontrolle?
  3. Hast Du Zeit, Insulinalgorithmen zu überprüfen?
  4. Hast du Zeit, neue Gerichte auszuprobieren und gesunde Mahlzeiten zusammen zu stellen?

Hast Du Zeit für … ?
Falls Du Zeit für Dich haben solltest, nimm dir Zeit für 1. bis 4. Es kann so interessant sein, zu beobachten, zu reagieren und zu lenken.

Für alle Menschen mit Diabetes, die rund um die Uhr zu tun haben, wünsche ich, dass Kontrollen trotzdem möglich sind und nicht vernachlässigt werden müssen und alles gut laufen möge!

Nur eine Frage noch. Was hältst Du von dem Angebot, als Risikoperson daheim bleiben zu dürfen?
Ich persönlich meine, die Entscheidung dafür sollte vom Betroffenen ausgehen dürfen.
Ich wünsche alles Gute und bleibe/bleiben Sie gesund!

Schau wieder rein. Fortsetzung folgt.

20200401


 

Wow-Effekt

Die Corona-Pandemie hat die Politiker zu außergewöhnlichen Maßnahmen gezwungen.
Uns alle zwingt es zur Einschränkung unserer persönlichen Freiheit.
Meinen Diabetes betrachtete ich für lange Zeit als Grund meiner persönlichen Freiheitsbeschränkung.
Retrospektiv betrachtet hätte ich eh alles tun können, wenn ich mich getraut hätte.
Ich habe Diabetiker kennengelernt, die Unglaubliches im sportlichen, reisetechnischen Bereich leisten, ganz abgesehen von körperlicher schwerer Arbeit im Beruf und vielen alltäglichen Anstrengungen.
Leider gehöre ich nicht zu dieser bewundernswerten Gruppe.

Wie halten Sie sich/hältst Du dich fit wenn man zuhause bleiben soll?
Sofort merkt man, dass die Insulinsensibilität nachlässt, wenn man nur auf der Couch liegt.
Daher habe ich mir für diese ungewöhnlichen Tage ein ungewöhnliches Fitnessprogramm ausgedacht.
Nach dem Frühstück beginne  ich mit einer Aufwärmrunde am Hometrainer. Nach dem Mittagessen habe ich mein Treppenhausprogramm, welches nur vom Keller ins Parterre und von dort in den ersten Stock führt. Nach 10 Mal runter und 10mal rauf gönne ich mir eine Verschnaufpause.
Jeder Sportler von euch wird sich totlachen.
Natürlich sind die Anzahl der Aufstiege erweiterbar und die Schnelligkeit kann nach eigener Fitness variiert werden.

Ich bin meine eigene Putzfrau und nutze die Bewegungen beim Putzen um meine Muskel zu trainieren. Ich wische mit dem rechten und dem linken Arm und gehe beim Auswaschen des Fetzens  in die Knie. Werde ich jetzt belächelt?

12 Fenster, 2 Balkontüren, Haustür und Kellertür bringen mich zumindest zum Schwitzen und halten meinen Blutzucker im niedrigen Segment und des Öfteren finde ich mich im Hypo. 

Selber schuld –ich hätte vielleicht doch nicht alle Fenster im ersten Stock auf einmal putzen sollen oder die Insulindosis mutiger senken können? Naja, man kennt dieses Dilemma ja, oder nicht?
Ohne groß aufzufallen mache ich meine  Bauch, Beine, Po- Übungen beim Zähneputzen oder vor dem Fernsehgerät.
Ich liebe Musik. Vielleicht denke ich mir fürs Kochen und Geschirrabtrocknen ein Tanzprogramm aus?
Wir sind jetzt gezwungenermaßen zuhause, aber wir können nun endlich alles das machen, was wir immer vor uns hergeschoben haben.

Machen Sie / Mach auch Du mit im Rahmen Ihrer / Deiner Möglichkeiten und 

                                                                          HAVE FUN!

Schau wieder rein. Fortsetzung folgt.

20200317


 

Wow-Effekt März 2020

Corona, Thema mit höchster Brisanz!
Ich gestehe, selbst ich kann dem Thema nicht entkommen. Für mich war Corona bislang bekannt als Biersorte oder Kaffee.
Corona, der Virus, mit seinen unzähligen Andockstellen und seinem hinterhältigen Grinsen ist mir unheimlich, schränkt ein, raubt uns die Freiheit.
Gesundheitsminister Anschober rechnet mit einem monatelangen Kampf.

Hierzu fällt mir die spezielle Situation meiner Diabetesmanifestation ein.
Diabetes mit hinterhältigem Grinsen, unheimlich, einschränkend, freiheitsraubend.
Mit dem Begriff Diabetes konnte ich weder angenehmen Kaffee- noch bitteren Biergeschmack verbinden.
Peinlich, aber ich hatte als 15-Jährige dieses Wort seinerzeit noch gar nie gehört.
Trotzdem dachte ich damals, dass Diabetes wesentlich besser klingt als Zuckerkrankheit.
Der Arzt meinte, wir wären mit einer neuen Situation konfrontiert.
Mir war nicht ganz klar, wen er mit Wir meinte? Ich war ja so naiv!
Seit jenem Tag war nichts mehr so, wie zuvor.
Verzweiflung, Unsicherheit, Kampf, Wut, Angst – was würde wohl die Zukunft bringen?
Aufklärung hat zu aktivem Tun geführt, aktives Tun zu Akzeptanz.
Diabetes ist für mich schon lange kein feindlicher Angreifer aus dem Hinterhalt.

In Tagen mit Corona ist mir sehr wohl bewusst, wer sich mit WIR angesprochen fühlen sollte.
Wir ALLE können beitragen die Ausbreitung von Corona einzudämmen.
Aktives Tun kann auch beinhalten Vorschriften Folge zu leisten, Selbstmitleid hintanzuhalten und Ärger keinen Platz greifen zu lassen.
Jeder Einzelne kann konkret etwas tun, um sich und andere nicht zu gefährden.
Was ? – Vorschriften einhalten!

Schau wieder rein. Fortsetzung folgt.

20200313


 

Wow-Effekt

Eigentlich müsste ich mich über den Corona Virus ausbreiten. Unglaublich, gell, was sich rund um den Globus tut? Nehmt es mir nicht übel, dass ich diese Berichte den Medien überlasse.

Ich würde lieber kurz über Tools und Apps sprechen. Dazu einen Rückblick auf eine Meldung in der Kleinen Zeitung vom Donnerstag, 9. Jänner 2020, aus der ich folgende Daten entnommen habe.

  • 20% der Österreicher benutzt Tools und Apps, um die eigene Fitness zu messen. Besonders stark darin vertreten ist die Gruppe der 19-bis 25-Jährigen.
  • 18 % der Patienten im deutschsprachigen Raum haben im letzten Jahr eine Medikamenten App verwendet. 

Solche Apps erinnern ihre Nutzer unter anderem  an die pünktliche Einnahme von Medikamenten. Sie klären außerdem über Nebenwirkungen auf.
Im medizinischen Bereich scheinen Apps hilfreich und sinnvoll zu sein und man findet diese auch im Diabetesbereich.
Ich denke da im Besonderen an die BE-Apps, die gerne genutzt und gelobt werden.
Die Mahlzeit muss fotografiert werden, der Diabetiker werkelt hin und her, aber eigentlich wollen wir doch auf keinen Fall auffallen. Heutzutage fällt man mit Handy nicht auf. Jeder benützt es zu jeder Zeit.
Eh klar, eh schon wissen, ich gebe es zu,  ich bin ein Graureiher und kann sogar ohne Apps und Handy leben.
Vielleicht ist das Buch von Vivien Suchert, Psychologin und Fitnesstrainerin, die sich mit Themen  um Selbstkontrolle und Optimierungswahn beschäftigt, von Interesse.

     Vivien Suchert. Das vermesse ich. Ecowin, 279 Seiten, 18 €

Ich würde meinen, dass der Mensch denkt, wenn er Apps benützt. Wobei wir wieder beim Denken anknüpfen können.
Bedacht werden sollte allemal, welche Rolle der Datenschutz  dabei  spielt, und bewusst muss uns sein, dass  wir durch das Preisgeben von Werten und Daten, auch Daten unseres privaten Lebens preisgeben.

Schau wieder rein. Fortsetzung folgt.

20200229


 

Wow-Effekt

Typ 2-Diabetiker? Mein graues Haar, mein rundliches Äußeres lässt Fehleinschätzungen manchmal nicht vermeiden. Ich aber bin Typ 1-Diabetikerin und das schon seit Jahrzehnten. Ja, ich lebe noch.

Ich wäre eigentlich ein Fallbeispiel für das historische Lehrbuch der Insulintherapie der letzten 5 Dekaden. Ich begann mein diabetisches Leben noch mit Insulinspritzen, die man auskochen musste. Ein Albtraum, kann man nur sagen. Aber damit möchte ich Sie/ Dich nicht langweilen.

Mein behandelnder Arzt war ein Fortbildungsfreak, was seinen Patienten mit Diabetes und speziell auch mir große Vorteile brachte. Mit bester Aufklärung überzeugte mich mein Arzt  die neuesten Therapien zu nutzen. Neue Insuline, funktionelle Insulinschemata durfte ich zu meinem Glück exklusiv ausprobieren. Ich blieb stets am Ball des medizinischen Fortschritts, nutzte die Möglichkeit der Weiterbildung auch in Diabetiker Selbsthilfegruppen der ÖDV, und trage seit Jahren eine Insulinpumpe. Zugegebenermaßen bin ich derzeit nicht ganz auf dem neuesten Stand. Mein Motivator ist in Pension gegangen und auch ich werde alt und langsamer.

2020 wird für mich jedoch ein Glücksjahr werden. Ich darf nach 4 Jahren meine Pumpe wechseln. Sie werden sich fragen, warum ich jetzt schon von meinem Glück überzeugt bin?

Die Präsentation der neuesten Pumpengeneration mit CGM- kontinuierliche Glukosemessung hat mich fasziniert. Ich bin neugierig, das neue CGM-System mit automatischer Basalinsulinabgabe auszuprobieren.

  • Wow – alles, was sich mein Herz und Hirn für die Therapie über Jahrzehnte gewünscht haben, ist auf dem Markt. 
  • Wow – es gibt bereits Diabetiker, die die Vorteile der neuesten Generation nutzen.
  • Wow –  auf geht´s in eine gute Zukunft!

Schau wieder rein. Fortsetzung folgt.

20200229


 

Wow-Effekt

Kürzlich ließ ich, in meinem Bekanntenkreis, meiner Begeisterung über moderne Pumpentechnik freien Lauf. Ich wurde ob meiner Technikverliebtheit geradezu bedauert. Das Vertrauen in die Technik würde neue Sorgen aufwerfen, wurde mir erklärt. Man verunsicherte mich in gewisser Weise, denn man meinte, dass das eigene, selbstständige und verantwortungsvolle Denken verloren gehe.        

Man glaubt es nicht! Wer spricht denn davon das eigene Denken aufzugeben?

Geht es nicht darum, mithilfe umfassender Diabetikerschulung und hilfreicher Technik ein besseres Diabetesmanagement erzielen zu können?
Wer von uns allen ist so gut, zu behaupten, dass Optimierung nicht mehr möglich sei?
Andererseits, wir Diabetiker haben ein Recht auf Lebensqualität und zeitweise Entspannung?

Ganz abgesehen davon hilft eine bessere Diabetes Einstellung persönliches Leid und volkswirtschaftliche Kosten zu sparen.

Merken die Leute nicht, dass ich denke? 

Aber ehrlich gesagt, als Diabetiker denkt man nicht unbedingt an Kosteneinsparungen, sondern an die momentane Situation. 

Wer wünscht sich nicht mit dem geringsten Aufwand das beste Ergebnis zu erreichen?
Dieser Wunsch geht in den meisten Fällen im Leben eh nicht auf. Leider.

So gesehen: ich überDENKE die Möglichkeiten.                                                                             

Schau wieder rein. Fortsetzung folgt.

20200210