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Help! I need somebody's help

Hiiiilllllllllllllfffffeee !!!!!!!!!! Die Hose spannt, der Knopf geht nicht mehr zu.

Es kränkt, es ärgert mich, es lässt mich schier gar verzweifeln. 
Ich bin kein Vielfraß. Wäre ich einer, so müsste ich wohl mein Essverhalten umstellen.
Ich bin keine Coachpotatoe. Wäre ich eine, so müsste ich mich mehr bewegen.
Ich bin keine Zwischendurch-Naschkatze. Wäre ich eine, so müsste ich das Naschen einstellen.
Es amüsiert mich nicht wirklich, denn wo fange ich jetzt an?
Bei mir hinten im Regal steht das Buch von Inge und Matthias Steiner „Das Steiner Prinzip“ – Richtig essen und bewegen fürs Wohlfühl-Ich, www.südwest-verlag.de
Ich ziehe mir das jetzt mal rein für die erste Motivation und ab Seite 27 laden schon Bilder zur ersten Trainingswoche ein. 
27 Seiten lesen sich schnell und ich kann heute schon beginnen.
Wo liegt die Krux? Na ja am Beginnen, vielleicht bin ich ja doch eine  …………?
Schau wieder rein. Fortsetzung folgt!

20200930


 

Kraftplatz

Frische herbstliche Tage lösen die wunderbaren Sommertage ab und ich, gestatten Graureiher, darf mich wieder aus meiner Sommerpause zurück melden.
Der  Sommer war besonders, denn wir konnten die Freiheit neu erleben.
Dankbar suchte ich das Gespräch mit meinem Arzt. Das Arztgespräch ist ein echter Gewinn für mich, wertvoll für Feedback und Prävention.
Dankbar bin ich aber auch für jede Diabetikerschulung während meines Lebens, die ich in der Ordination, im KH, auf der Kur und  bei den Treffen der ÖDV-Selbsthilfegruppe vor der Coronakrise hatte, denn diese Schulungen haben mir in der Corona-Krise zu Orientierung und  Unabhängigkeit mit meinem Diabetes  verholfen.
Ist es Ihnen / Dir auch so ergangen?
Erst in solchen Lebenslagen, wie dieser momentanen, wird einem bewusst, wie hilfreich Schulungen sind. Ich finde, sie sind einfach lebensnotwendig für Menschen mit Diabetes.

Man kann nie genug wissen und sollte immer am Ball bleiben. Is' so, oder nicht?

Die Österreichische Diabetikervereinigung fordert Aufklärung und Instruktion sprich Diabetikerschulung, aber auch die Aufwertung und angemessene Bezahlung dieser für die Ärzte und Ärztinnen, DiabetesberaterInnen und DiätologInnen.

Schulungen sind Kraftplätze für Geist und Seele.

Schöne Herbsttage und bleibe gesund!
Schau wieder rein. Fortsetzung folgt!

20200922


 

Frisch und g'sund

Die Coronakrise hat gezeigt, dass der Mensch soziale Kontakte sucht und braucht, um zufrieden zu sein.
Begegnungen erfrischen, erfreuen, ermutigen. Zuwendung ist stärkend, motivierend und kann sogar gesund machen. Schon komisch, wie der Mensch tickt, nicht wahr?
Bei mir sind kritische Stimmen zum Text „Arzt – Patient Gespräch“ eingegangen.
Menschen aus dem medizinischen Bereich, aus dem Kreise der Selbsthilfe, aus den ÖGKs, aus der Pharmaindustrie erheben Einspruch und vielleicht wollen sogar einige Betroffene mir jetzt die Leviten lesen wegen meines provokanten Vergleichs?
Ich habe damit gerechnet, denn recht so!
Seit den 1980igern hat sich so viel im Diabetesbereich getan.
Neue Medikamente, neue Insuline kamen auf den Markt und infolgedessen waren auch  neue Therapien möglich.
Seit damals verbesserten sich technische Hilfsmittel enorm. Diese zu erhalten wurde erst durch die finanzielle Unterstützung durch die Sozialversicherungsträger möglich und erleichterte dadurch das Leben von Menschen mit Diabetes ungemein.

Diabetikerschulungen waren unbestritten das Beste in dieser Zeit,
denn nur durch Instruktion und Motivation greifen Therapien.

Engagierte Ärzte arbeiteten mit den Patienten und Patientinnen in Gruppen und führten individuelle Gespräche mit ihnen.
Wissensvermittlung und Zuwendung sind zweifelsohne tragende Säulen der Diabetikerbehandlung.
Auch die Österreichische Diabetiker Vereinigung informiert und motiviert mit Hilfe von Experten und Erfahrungsaustausch.
Es bewegte sich viel in diesen Jahren und läuft jetzt weiter.

Gehören auch Sie zu der Gruppe von Diabetikern, die das Glück hatten dadurch zu profitieren?

Gerade hier und heute sind wir wiederum angehalten ein prüfendes Auge auf die jetzige Lage zu werfen und mit vereinten Kräften um gute Diabetikerschulung und Diabetikerversorgung zu bitten, und wenn nötig, auch darum zu kämpfen.

Geld muss in die Hand genommen werden,
Zeit muss sein,
Zuwendung braucht jeder Mensch und Diabetiker um so mehr!

Schau wieder rein. Fortsetzung folgt.

20200526


 

Unglaublich!

Für mich klingt der Begriff „Zuwendungsmedizin“ wie Musik in meinen Ohren.
Zuwendung impliziert Zeit nehmen, Zeit haben für Menschen mit Diabetes.

Arzt – Patient Gespräch vor 40 Jahren –1980:

Arzt: Schau'n wir uns die Blutzuckerwerte an. Gefällt mir nicht. Haben wir wieder zu viel gegessen?
Patient: Nein, Herr Doktor. Ich halte mich an die vorgeschriebenen BE.
Arzt: Na, dann. Weniger essen. Mehr spritzen. In 14 Tagen sehen wir uns wieder zur Kontrolle.

Arzt – Patient Kommunikation – Coronakrise 2020:

Türschild:
Kommen Sie nicht in die Ordination.
Wir ersuchen um telefonische Terminvereinbarung.
Spitalsambulanzen geschlossen.

Arzt – Patient Gespräch – 2020:

Arzt: Schau'n wir uns das Hba1c an. Gefällt mir nicht. Haben wir wieder zu viel gegessen?
Patient: Nein Herr Doktor. Ich halte mich.
Arzt: Na, dann. BZ messen. Insulin anpassen. Mehr Bewegung machen. In 3 Monaten sehen wir uns wieder zur Kontrolle.

Kann es sein, dass Zuwendungsmedizin gar nichts mit menschlicher Zuwendung zu tun hat?

Zuwendung kostet Zeit. Zuwendung kostet Geld.
Zuwendung passt nicht ins System.
Ist menschliche Zuwendung out?

Schau wieder rein. Fortsetzung folgt.

20200526


 

Zuwendung

Hallo, wie läuft es mit der Zuckereinstellung? Zufrieden?
Vielleicht aber holpert es dahin, was ab und an auch auftreten kann?
Man fragt sich selbst, warum es so ist, wünscht sich Zuwendung, möchte aber nicht wirklich gefragt werden.
Eigenartig, gell?
Ist auch dir dieses Verhalten bekannt? Manchmal lässt die eigene Unsicherheit der Zuwendung von anderen keine Chance.
Frauen können Komplimente nur schwer annehmen, habe ich bemerkt. Aber um ehrlich zu sein, man fühlt sich geschmeichelt. Stets folgt ein bezauberndes Lächeln.
Grundsätzlich tut uns Zuwendung gut, wenn man offen dafür ist.
Ich kann mich an Lob und Ermutigung richtig aufbauen. Mir ist der Austausch wichtig, ob in emotionaler oder faktischer Hinsicht. Nachfragen und aufmerksam sein wird oftmals als Kontrolle betrachtet, manche Menschen fürchten sogar Kritik.
Für mich ist Nachfrage mit einem positiven Gefühl verbunden, besonders wenn diese von vertrauensvollen aber auch von interessierten Mitmenschen kommt.
Hilfestellung und Expertenmeinung bedeutet für mich Ermutigung und Motivation und gibt mir Schwung.

Ach, wie schön kann Lob sein, einfach Balsam für die Seele.
„Social distancing“ nervt – es geht doch nichts über ein Gespräch „face to face“ und persönliche Zuwendung.
Lass dir helfen und erklären. Gib Feedback und frage nach.
Lass dich ermutigen, motivieren und loben und vergesse auch du nicht, es bei deinen Mitmenschen zu tun.

Viel Freude beim Geben und Nehmen!

Schau wieder rein. Fortsetzung folgt.

20200514


 

Einbetoniert?

Ein Lächeln der Zufriedenheit geht über mein Gesicht.
1. Mai – die Enge wird gesprengt, ich fühle mich freier.

Ich wünschte, dass wenigstens die Zuwendung an die Menschen mehr an Bedeutung gewinnen wird, wenn wir wieder von Coronaängsten befreit, agieren können. Lass mich träumen.

Zuwendung ist mein Stichwort, genau.

Zuwendung im sozialen Umgang miteinander kann positiv als auch negativ betrachtet werden.
Aufrichtige, mitfühlende Anteilnahme wurde mir als 15-Jährige entgegengebracht, nachdem bekannt wurde, dass ich Diabetikerin bin.
Ich sah keine Anteilnahme, nur Mitleid, und hasste Mitleid. Es schwächte mich.
Eine Reihe guter, aber auch doofer Ratschläge prallten auf mich ein. Im KH aufgeklärt, gingen mir die laienhaften Besserwisser aus meinem Umfeld echt auf den Wecker.
Natürlich gab es auch Zuwendung in Form von Kritik, Verboten und auch häufig in Form von subtilen Anspielungen auf Ängste und schlechte Zukunftsaussichten.
Auf diese Art der Zuwendung kannst du verzichten, habe ich Recht? Oder ist sie vielleicht doch besser als Ignoranz?

Ich hätte mir Menschen gewünscht, die an mir und meinen Gefühlen interessiert gewesen wären.
Waren sie wahrscheinlich, ich konnte es nur nicht glauben. Auf keinen Fall wollte ich hören, wie schockiert sie über meinen Diabetes waren.
Was wollte ich wirklich? Ich weiß nicht mehr genau.
Ich wollte sicherlich in Ruhe gelassen werden, wie alle Pubertierenden damals und heute.

Eines weiß ich noch genau, ich wollte so sein, wie alle anderen jungen Menschen. FREI !!!!

Leider war ich mit 15 nicht imstande meine Wünsche und Erwartungen auszudrücken.
Ich zog einen Schutzwall hoch und blieb still.
Nach einigen Jahren wuchs meine Selbstachtung wieder.
Mit gestärktem Selbstbewusstsein begann ich meine Mitmenschen über meinen Diabetes, meine Therapieform, meine Ernährungsrichtlinien und meine Einstellung zur Krankheit aufzuklären.
Und siehe da, von da an gab es keine blöden Bemerkungen mehr und ich fühlte mich in meiner Haut und in meinem Herzen wohler und stärker.

Schau wieder rein. Fortsetzung folgt.

20200504


 

Warum nicht?

Wie geht es Ihnen / Dir? 
Wochen mit  Ausgangseinschränkungen, Geschäftssperrungen, Schließungen von Schulen, Unsicherheit liegen hinter uns.
Was wird die Zukunft bringen?
Jetzt endlich können wir uns auf Geschäfts-und Schulöffnungen einstellen. Wir freuen uns, unser altes Leben wieder aufnehmen zu können.
Kinder freuen sich auf die Lehrer, man höre und staune, 
Patienten vermissen Ärzte und brauchen Therapien.
Bald ist es soweit – Gott sei Dank!

Schon vor der Krise habe ich über Telemedizin nachgedacht, jetzt freilich, ist Telemedizin sogar in aller Munde.

Bevor ich meinen  Gedanken freien Lauf lasse, darf ich auf die Plattform des Bundesministeriums für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz www.sozialministerium.at hinweisen, auf der die genaue Erklärung zu Telemedizin zu finden ist.

Ich lag richtig mit meiner Meinung, dass Telemedizin über digitale Kommunikationskanäle läuft. Arzt und Patient sitzen sich nicht Auge in Auge in einem Raum gegenüber. Ein ungewohntes Szenario bei uns in Österreich, jedoch nicht wirklich eine ganz neue Sache, denn im weitläufigen Australien wurde schon über viele Jahre die Möglichkeit der Telekommunikation genutzt um mit Patienten/ Ärzten in Kontakt zu treten. Mir leuchtete die Erklärung von Einsparung an Mobilitätsstrapazen, Zeit und  Fahrtkosten ein, weil in jenem Kontinent unglaublich große Distanzen bis  zum nächsten Arzt oder Krankenhaus zurückzulegen sind.
Dort bedeutet Telemedizin auch Lebensrettung.
In Zeiten wie diesen ist die Idee von Telemedizin überhaupt nicht mehr von der Hand zu weisen, nicht wahr?
Natürlich braucht es dazu Experten und die technischen Kapazitäten.
Daher stellt sich die  Frage, ob diese im Fachbereich Diabetes überhaupt vorhanden wären? Individuelle, personalisierte Medizin ist gerade im Diabetesbereich essentiell. Es ist möglich, Therapien an die Menschen und deren Bedürfnisse anzupassen.

Ist es wirklich wahr, dass für junge Menschen Zuwendung, die Likes, auf digitalen Plattformen mehr wert sind als persönliche Treffen?
Austausch auf digitaler Ebene ist auf alle Fälle unverfänglich und easy.
Bietet Telekommunikation  genügend menschliche Zuwendung?

Sei / Seien Sie geduldig, besonnen, umsichtig und diszipliniert im Umgang mit Dir / sich selbst und den anderen und bleibe / bleiben Sie gesund!
(Kommentare mit Betreff „Storytelling“ erbeten an: oedv.office(at)diabetes.or.at)

Schau wieder rein. Fortsetzung folgt.

20200422


 

Risikoperson – Ich?

Hallo, ich hoffe, dass bei Dir/Ihnen alles in Ordnung ist und Du gesund bist/Sie gesund sind?
Eines ist gewiss, nämlich, dass alles ungewiss ist.
Corona macht Angst, zerrt an den Nerven, geht an die Nieren, berührt unser Herz.
Es öffnet uns die Augen für Eingefahrenes und für Neues.


Man mag es nicht glauben, aber für mich gibt es Verbindungslinien, die wiederum zu Diabetes führen.
Nicht alle Menschgen mit Diabetes haben jetzt Zeit, verstärkt auf ihre Zuckereinstellung zu achten, denn sie arbeiten in systemerhaltenden Firmen und/oder managen Kinder und Familie.

Wie geht es Euch dabei?

Gibt es Menschen mit Diabetes, die zurzeit etwas mehr Zeit für sich selbst haben?

Bitte, darf ich DU sagen? 

  1. Hast Du Zeit, Deinen Zucker intensiver zu beobachten und zu steuern?
  2. Hast du Zeit für eine engmaschigere Blutzuckerkontrolle?
  3. Hast Du Zeit, Insulinalgorithmen zu überprüfen?
  4. Hast du Zeit, neue Gerichte auszuprobieren und gesunde Mahlzeiten zusammen zu stellen?

Hast Du Zeit für … ?
Falls Du Zeit für Dich haben solltest, nimm dir Zeit für 1. bis 4. Es kann so interessant sein, zu beobachten, zu reagieren und zu lenken.

Für alle Menschen mit Diabetes, die rund um die Uhr zu tun haben, wünsche ich, dass Kontrollen trotzdem möglich sind und nicht vernachlässigt werden müssen und alles gut laufen möge!

Nur eine Frage noch. Was hältst Du von dem Angebot, als Risikoperson daheim bleiben zu dürfen?
Ich persönlich meine, die Entscheidung dafür sollte vom Betroffenen ausgehen dürfen.
Ich wünsche alles Gute und bleibe/bleiben Sie gesund!

Schau wieder rein. Fortsetzung folgt.

20200401


 

HAVE FUN!

Die Corona-Pandemie hat die Politiker zu außergewöhnlichen Maßnahmen gezwungen.
Uns alle zwingt es zur Einschränkung unserer persönlichen Freiheit.
Meinen Diabetes betrachtete ich für lange Zeit als Grund meiner persönlichen Freiheitsbeschränkung.
Retrospektiv betrachtet hätte ich eh alles tun können, wenn ich mich getraut hätte.
Ich habe Diabetiker kennengelernt, die Unglaubliches im sportlichen, reisetechnischen Bereich leisten, ganz abgesehen von körperlicher schwerer Arbeit im Beruf und vielen alltäglichen Anstrengungen.
Leider gehöre ich nicht zu dieser bewundernswerten Gruppe.

Wie halten Sie sich/hältst Du dich fit wenn man zuhause bleiben soll?
Sofort merkt man, dass die Insulinsensibilität nachlässt, wenn man nur auf der Couch liegt.
Daher habe ich mir für diese ungewöhnlichen Tage ein ungewöhnliches Fitnessprogramm ausgedacht.
Nach dem Frühstück beginne  ich mit einer Aufwärmrunde am Hometrainer. Nach dem Mittagessen habe ich mein Treppenhausprogramm, welches nur vom Keller ins Parterre und von dort in den ersten Stock führt. Nach 10 Mal runter und 10mal rauf gönne ich mir eine Verschnaufpause.
Jeder Sportler von euch wird sich totlachen.
Natürlich sind die Anzahl der Aufstiege erweiterbar und die Schnelligkeit kann nach eigener Fitness variiert werden.

Ich bin meine eigene Putzfrau und nutze die Bewegungen beim Putzen um meine Muskel zu trainieren. Ich wische mit dem rechten und dem linken Arm und gehe beim Auswaschen des Fetzens  in die Knie. Werde ich jetzt belächelt?

12 Fenster, 2 Balkontüren, Haustür und Kellertür bringen mich zumindest zum Schwitzen und halten meinen Blutzucker im niedrigen Segment und des Öfteren finde ich mich im Hypo. 

Selber schuld –ich hätte vielleicht doch nicht alle Fenster im ersten Stock auf einmal putzen sollen oder die Insulindosis mutiger senken können? Naja, man kennt dieses Dilemma ja, oder nicht?
Ohne groß aufzufallen mache ich meine  Bauch, Beine, Po- Übungen beim Zähneputzen oder vor dem Fernsehgerät.
Ich liebe Musik. Vielleicht denke ich mir fürs Kochen und Geschirrabtrocknen ein Tanzprogramm aus?
Wir sind jetzt gezwungenermaßen zuhause, aber wir können nun endlich alles das machen, was wir immer vor uns hergeschoben haben.

Machen Sie / Mach auch Du mit im Rahmen Ihrer / Deiner Möglichkeiten und 

                                                                          HAVE FUN!

Schau wieder rein. Fortsetzung folgt.

20200317


 

Wieso WIR?

Corona, Thema mit höchster Brisanz!
Ich gestehe, selbst ich kann dem Thema nicht entkommen. Für mich war Corona bislang bekannt als Biersorte oder Kaffee.
Corona, der Virus, mit seinen unzähligen Andockstellen und seinem hinterhältigen Grinsen ist mir unheimlich, schränkt ein, raubt uns die Freiheit.
Gesundheitsminister Anschober rechnet mit einem monatelangen Kampf.

Hierzu fällt mir die spezielle Situation meiner Diabetesmanifestation ein.
Diabetes mit hinterhältigem Grinsen, unheimlich, einschränkend, freiheitsraubend.
Mit dem Begriff Diabetes konnte ich weder angenehmen Kaffee- noch bitteren Biergeschmack verbinden.
Peinlich, aber ich hatte als 15-Jährige dieses Wort seinerzeit noch gar nie gehört.
Trotzdem dachte ich damals, dass Diabetes wesentlich besser klingt als Zuckerkrankheit.
Der Arzt meinte, wir wären mit einer neuen Situation konfrontiert.
Mir war nicht ganz klar, wen er mit Wir meinte? Ich war ja so naiv!
Seit jenem Tag war nichts mehr so, wie zuvor.
Verzweiflung, Unsicherheit, Kampf, Wut, Angst – was würde wohl die Zukunft bringen?
Aufklärung hat zu aktivem Tun geführt, aktives Tun zu Akzeptanz.
Diabetes ist für mich schon lange kein feindlicher Angreifer aus dem Hinterhalt.

In Tagen mit Corona ist mir sehr wohl bewusst, wer sich mit WIR angesprochen fühlen sollte.
Wir ALLE können beitragen die Ausbreitung von Corona einzudämmen.
Aktives Tun kann auch beinhalten Vorschriften Folge zu leisten, Selbstmitleid hintanzuhalten und Ärger keinen Platz greifen zu lassen.
Jeder Einzelne kann konkret etwas tun, um sich und andere nicht zu gefährden.
Was ? – Vorschriften einhalten!

Schau wieder rein. Fortsetzung folgt.

20200313


 

Wow-Effekt

Eigentlich müsste ich mich über den Corona Virus ausbreiten. Unglaublich, gell, was sich rund um den Globus tut? Nehmt es mir nicht übel, dass ich diese Berichte den Medien überlasse.

Ich würde lieber kurz über Tools und Apps sprechen. Dazu einen Rückblick auf eine Meldung in der Kleinen Zeitung vom Donnerstag, 9. Jänner 2020, aus der ich folgende Daten entnommen habe.

  • 20% der Österreicher benutzt Tools und Apps, um die eigene Fitness zu messen. Besonders stark darin vertreten ist die Gruppe der 19-bis 25-Jährigen.
  • 18 % der Patienten im deutschsprachigen Raum haben im letzten Jahr eine Medikamenten App verwendet. 

Solche Apps erinnern ihre Nutzer unter anderem  an die pünktliche Einnahme von Medikamenten. Sie klären außerdem über Nebenwirkungen auf.
Im medizinischen Bereich scheinen Apps hilfreich und sinnvoll zu sein und man findet diese auch im Diabetesbereich.
Ich denke da im Besonderen an die BE-Apps, die gerne genutzt und gelobt werden.
Die Mahlzeit muss fotografiert werden, der Diabetiker werkelt hin und her, aber eigentlich wollen wir doch auf keinen Fall auffallen. Heutzutage fällt man mit Handy nicht auf. Jeder benützt es zu jeder Zeit.
Eh klar, eh schon wissen, ich gebe es zu,  ich bin ein Graureiher und kann sogar ohne Apps und Handy leben.
Vielleicht ist das Buch von Vivien Suchert, Psychologin und Fitnesstrainerin, die sich mit Themen  um Selbstkontrolle und Optimierungswahn beschäftigt, von Interesse.

     Vivien Suchert. Das vermesse ich. Ecowin, 279 Seiten, 18 €

Ich würde meinen, dass der Mensch denkt, wenn er Apps benützt. Wobei wir wieder beim Denken anknüpfen können.
Bedacht werden sollte allemal, welche Rolle der Datenschutz  dabei  spielt, und bewusst muss uns sein, dass  wir durch das Preisgeben von Werten und Daten, auch Daten unseres privaten Lebens preisgeben.

Schau wieder rein. Fortsetzung folgt.

20200229


 

Wow-Effekt

Typ 2-Diabetiker? Mein graues Haar, mein rundliches Äußeres lässt Fehleinschätzungen manchmal nicht vermeiden. Ich aber bin Typ 1-Diabetikerin und das schon seit Jahrzehnten. Ja, ich lebe noch.

Ich wäre eigentlich ein Fallbeispiel für das historische Lehrbuch der Insulintherapie der letzten 5 Dekaden. Ich begann mein diabetisches Leben noch mit Insulinspritzen, die man auskochen musste. Ein Albtraum, kann man nur sagen. Aber damit möchte ich Sie/ Dich nicht langweilen.

Mein behandelnder Arzt war ein Fortbildungsfreak, was seinen Patienten mit Diabetes und speziell auch mir große Vorteile brachte. Mit bester Aufklärung überzeugte mich mein Arzt  die neuesten Therapien zu nutzen. Neue Insuline, funktionelle Insulinschemata durfte ich zu meinem Glück exklusiv ausprobieren. Ich blieb stets am Ball des medizinischen Fortschritts, nutzte die Möglichkeit der Weiterbildung auch in Diabetiker Selbsthilfegruppen der ÖDV, und trage seit Jahren eine Insulinpumpe. Zugegebenermaßen bin ich derzeit nicht ganz auf dem neuesten Stand. Mein Motivator ist in Pension gegangen und auch ich werde alt und langsamer.

2020 wird für mich jedoch ein Glücksjahr werden. Ich darf nach 4 Jahren meine Pumpe wechseln. Sie werden sich fragen, warum ich jetzt schon von meinem Glück überzeugt bin?

Die Präsentation der neuesten Pumpengeneration mit CGM- kontinuierliche Glukosemessung hat mich fasziniert. Ich bin neugierig, das neue CGM-System mit automatischer Basalinsulinabgabe auszuprobieren.

  • Wow – alles, was sich mein Herz und Hirn für die Therapie über Jahrzehnte gewünscht haben, ist auf dem Markt. 
  • Wow – es gibt bereits Diabetiker, die die Vorteile der neuesten Generation nutzen.
  • Wow –  auf geht´s in eine gute Zukunft!

Schau wieder rein. Fortsetzung folgt.

20200229


 

Besser geht immer!

Kürzlich ließ ich, in meinem Bekanntenkreis, meiner Begeisterung über moderne Pumpentechnik freien Lauf. Ich wurde ob meiner Technikverliebtheit geradezu bedauert. Das Vertrauen in die Technik würde neue Sorgen aufwerfen, wurde mir erklärt. Man verunsicherte mich in gewisser Weise, denn man meinte, dass das eigene, selbstständige und verantwortungsvolle Denken verloren gehe.        

Man glaubt es nicht! Wer spricht denn davon das eigene Denken aufzugeben?

Geht es nicht darum, mithilfe umfassender Diabetikerschulung und hilfreicher Technik ein besseres Diabetesmanagement erzielen zu können?
Wer von uns allen ist so gut, zu behaupten, dass Optimierung nicht mehr möglich sei?
Andererseits, wir Diabetiker haben ein Recht auf Lebensqualität und zeitweise Entspannung?

Ganz abgesehen davon hilft eine bessere Diabetes Einstellung persönliches Leid und volkswirtschaftliche Kosten zu sparen.

Merken die Leute nicht, dass ich denke? 

Aber ehrlich gesagt, als Diabetiker denkt man nicht unbedingt an Kosteneinsparungen, sondern an die momentane Situation. 

Wer wünscht sich nicht mit dem geringsten Aufwand das beste Ergebnis zu erreichen?
Dieser Wunsch geht in den meisten Fällen im Leben eh nicht auf. Leider.

So gesehen: ich überDENKE die Möglichkeiten.                                                                             

Schau wieder rein. Fortsetzung folgt.

20200210