Die Erfüllung eines Traumes

Mein ganzes Leben musste ich mit beiden Beinen auf der Erde stehen, weil ich schon als Jugendlicher meinen Traum, einmal Pilot zu werden, aufgrund meiner militärischen Untauglichkeit zu Grabe tragen musste. 2010, bei einem Urlaub am Meer machte die Tochter unserer Freunde den Tauchschein. Es gab viele angeregte Gespräche und Diskussionen in diesen Tagen. Ich weiß nicht mehr genau in welchem Kontext und was ich gesagt hatte: plötzlich traf mich ein Satzende mit „…Du hast keine Ahnung vom Tauchen“. Ich gebe zu, das Element Wasser war bei mir nie ein großes Thema, Schwimmen ja, aber Tauchen? Ich sagte einmal, hätte Gott gewollt, dass ich tauche, dann hätte er mich auf einer griechischen Insel abgesetzt. Aber von etwas keine Ahnung zu haben, das wollte ich nicht. Zurück in Wien suchte ich mir eine Tauchschule, um einen Tauchschein (Open Water Diver) zu machen. Der Kurs ist ähnlich wie in einer Fahrschule, alles beginnt mit Theorie, doch Sie können sich sicherlich an die Vorfreude auf die erste Übungsfahrt erinnern – selbst hinter dem Steuer zu sitzen? Beim Tauchen ist es ähnlich, Anspannung, viele Gedanken schießen durch den Kopf, kann ich abtauchen, habe ich genug Blei, wie ist das mit dem Atmen, funktioniert der Druckausgleich. Aber wie in der Fahrschule, ist man nicht alleine bei den ersten Tauchgängen. Man hat einen ausgebildeten Lehrer an seiner Seite, der einen unterstützt und wenn nötig auch eingreift. Abgetaucht – alles hat funktioniert, der Puls beginnt sich zu normalisieren. Es ist ein tolles, unbeschreibliches Gefühl das sich breit macht. Jedoch spätestens nach diesen ersten Erfahrungen, die sich in vielen Bereichen mit einem Führerschein vergleichen lassen, werden große Unterschiede spürbar. Hinter dem Wunsch, das Tauchen zu erlernen, stehen ganz unterschiedliche Zielvorstellungen. Das Betreten fremder Welten, ein Wrack zu betauchen, eine Nacktschnecke zu fotografieren oder mit einem Manta zu schwimmen, eine Höhle zu erkunden oder unter Eis die bizarrsten Lichtspiele  sehen zu können, eine versunkene Stadt zu besuchen, ein Riff mit all seinen Bewohnern zu bestaunen, Gumpen in Flüssen zu erkunden, die Natur zu genießen und ihr mit Respekt zu begegnen. All diese Aktivitäten macht man nie alleine, diese Dinge teilt man, mit Gleichgesinnten und Freunden, das ist ein ganz großer Unterschied zum Führerschein. Mich jedenfalls hat das Tauchfieber gepackt. In den folgenden Monaten machte ich, nachdem ich das erste Brevet in Händen hatte, noch viele weitere Ausbildungsstufen. 2012 in Ägypten, ein perfekter Tag, ruhige See, Sonne, eine tolle Truppe an Bord, alle freuten sich auf den kommenden Tauchgang. Briefing - Buddy Check – Abtauchen. Unter Wasser eine Traumlandschaft, ein tolles Riff – Leben soweit das Auge reicht, Sichtverhältnisse die besser nicht sein können. Ich beginne zu vergessen dass ich eigentlich tauche. Unter mir eine riesige Sandfläche die von der Sonne beleuchtet wird, ich beginne Vergleiche mit der Wüste von Death Valley herzustellen, Stille, absolute Stille, kein Flossenschlag, keine von mir gesteuerte Bewegung, trotzdem bewegt sich der Grund unter mir, ich werde getrieben, ganz leicht. Ein Schwarm bunter unbekannter Vögel fliegt bei mir vorbei – ich fliege mit ihnen. In diesem Moment wurde mir klar, dass ich mir meinen Jugendtraum erfüllt hatte.
Geboren 1958, Diabetiker seit 1979 – Pumpenträger seit ca. 10 Jahren, Informatiker, lebe in Wien, habe mit 52 Jahren die Leidenschaft Tauchen entdeckt und bin Divemaster.

Hinter jeder Leidenschaft steht oftmals eine Geschichte, ich habe den Zufall eines Anlasses  und das Begreifen, dass sich bei mir ein Traum wie von selbst erfüllt hat, in meinem Artikel in den Mittelpunkt gestellt. Jeder der sich für das Tauchen interessiert wird sehr schnell wissen, dass vor jedem Tauchgang eine Tauchgang-Planung erforderlich ist. Wir als Diabetiker müssen zusätzliche Maßnahmen ergreifen, damit unsere Sicherheit, und jene unserer Tauchpartner nicht gefährdet wird. Tauchen ist ein Sport, deshalb ist eine gute Einstellung und Wissen um unseren Diabetes eine Grundvoraussetzung für die Ausübung. Diabetes ist aber sicherlich kein Grund diesen Sport nicht auszuüben.

Erwin Weindl


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